The Arrival

Was für eine Reise. Am Sonntag Nachmittag hieß es dann endgültig Abschied nehmen. Durch ziemlich viel Hektik und Stress am Bahnhof war es eigentlich nur halb so schlimm, zumindest für mich. Meine Mama hat es da schon mehr mitgenommen 😀 Schwer bepackt fuhr ich dann mit dem ICE nach Frankfurt, mit einem anderen Au pair aus Sachsen zusammen. Dort haben wir die Nacht in einem Hotel verbracht (und den vorerst letzten Schlaf in einem richtigen Bett genossen!!). Am Montag, dem 18. Juli, war der große Tag gekommen. Obwohl unser Hotel quasi nur auf der anderen Straßenseite lag, brauchten wir trotzdem 15 Minuten, um zum Frankfurter Bahnhof und zum richtigen Gleis zu kommen, einfach weil es unmöglich ist, mit 3-4 Gepäckstücken klar zu kommen (Koffer+Handgepäckskoffer+Laptoptasche+Kissen). Jedenfalls ging trotzdem alles gut, wir sind heil am Flughafen angekommen und haben dort die anderen Au pairs und einige Work and Traveler getroffen. Gemeinsam stiegen wir um 13.45 in den Flieger in Richtung Hong Kong!

Drei Filme, und ein Nickerchen später (11,5 Stunden) kamen wir in der chinesischen (oder wo es auch immer hingehört) Metropole an. 31° und super humid! Was für eine Herausforderung. Challenge accepted. Zu viert haben wir den Flughafen verlassen und uns in die Stadt begeben – früh am Morgen um 8.00 Uhr. Immerhin hatten wir 14 Stunden Layover rumzuschlagen.

Hong Kong – tja, was soll ich sagen. Hochhäuser über Hochhäuser. Und dazwischen: Millionen von Menschen! Das besondere an Hong Kong ist, dass es auf einer Insel mit jeder Menge grünen Hügeln liegt. Und in einem Tal zwischen dieser Idylle steht einfach eine Millionenmetropole. So ein Kontrast! Wir sind dann mit einer Bergbahn einen dieser Hügel hochgefahren, bis zur Spitze: der Victoria Peak. Von dort hat man eine fantastische Aussicht über die ganze Stadt und die Hügel drum rum. Atemberaubend!

Neben einer Aussichtsplattform gab es dort oben auch ein kleines Einkaufszentrum mit Cafés und Restaurants (klimatisiert!!!),wo wir uns die Zeit vertrieben haben. Doch nach 6 Stunden wurde es uns einfach zu heiß, die Erschöpfung setzte langsam ein und wir fuhren zurück zum Flughafen.

Die restlichen 8 Stunden verbrachten wir auf Sitzen in der Wartehalle, halb wach, halb schlafend. 21.05 ging es endlich weiter nach Auckland! Man mag es kaum glauben, aber wir mussten noch einmal 11 Stunden fliegen.Allerdings habe ich da so gut wie durchgeschlafen, bis auf die letzten beiden Stunden 🙂
In Auckland angekommen verliebte ich mich sofort in Neuseeland: am Ausgang stand eine riesen Statue eines Zwerges aus den Hobbit-Filmen. OMG!!!?? Ich war hin und weg und völlig begeistert 😀 My people! Um 14.00 Uhr kamen wir im Hotel an. Alle freuten sich auf eine warme Dusche und ein Bett – doch nein, wir waren keine zwei Minuten da, als wir auch schon unsere erste Orientation hatten. Och nööö! Gut, nach gut zwei Stunden hatten sie uns dann endlich entlassen. Ab in die Dusche! Leider bin ich entgegen meiner Vorsätze danach eingeschlafen und hätte fast das Abendbrot verpasst. Zum Glück hat mich meine Roommate geweckt 😀 Jedenfalls hatte ich so meine erste Begegnung mit Süßkartoffeln. Sie war jetzt nicht unbedingt super positiv. 😀 Danach sind wir schon 20.15 schlafen gegangen. Ich konnte ganze 12 Stunden durchschlafen! Jetlag, was ist das schon? Allerdings hat sich mein Schlafrythmus in Deutschland seit dem Abi eh zum Nachtaktiven verlagert, deswegen hatte ich wahrscheinlich keine Probleme 😀

Heute Morgen gab es das beste Frühstück ever. Donuts, Pancakes, Bacon – daran könnte ich mich gewöhnen. Und das beste: in unserem Hotel ist eine Rugbymannschaft! DAS Gesprächsthema Nummer eins an unserem Tisch. Die Männer vom Highland Rugby waren so hoch wie breit und bestanden gefühlt nur aus Muskelmasse und Testosteron. Aber manchen stand das echt gut! Ich nehme alle, zum mitnehmen bitte. das war übrigens die Mannschaft vom Highland Rugby, aus Dunedin. Wir sind quasi Homies! 😀

Nach der morgentlichen Aufregung folgte ein abrupter Umschwung: lange, informationsreiche Orientation und ein Theoriekurs zum Linksfahren. Glücklicherweise habe ich ja keinen Jetlag und  konnte relativ viel mitnehmen. Am späten Nachmittag stand die Auckland City Tour an. In der Dämmerung kletterten wir auf den Mount Eden, einen der fast 50 Vulkane in Auckland, und fuhren durch die Innenstadt. Mit 1,5 Millionen Einwohnern ist Auckland nicht zu vergleichen mit europäischen/amerikanischen Großstädten. Es gibt auch nicht so viele Hochhäuser, aber dafür viele Vororte mit Familenhäusern. Eigentlich eine schöne Stadt! Trotzdem bin ich froh, nicht hier zu wohnen, weil ich glaube, dass man die neuseeländische Kultur auf dem Land besser kennen lernt. Mal sehen!

Morgen geht’s dann endlich zur Gastfamilie. Ich kann es auch kaum erwarten, denn ich möchte endlich richtig ankommen. Gleichzeitig bin ich aber schon ganz schön nervös!

Bis bald,

Fabienne

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